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Blog

Dieser Blog ist (m)ein kreatives ExperimentierFeld der Möglichkeiten mit vielfältigen Themen aus Philosophie und Psychologie. Die Texte sind aus unterschiedlichsten Perspektiven geschrieben und wünschen sich, den Lesenden zum Innehalten einzuladen.

Das Alles und das Nichts

Am Ufer stehe ich und sehe Dich. Dein Ende fließt in meinen Anfang, vervollkommnet den ewigen Kreislauf des Lebens. Ist das alles? Oder nichts? Nebelschwaden weben schweigend Ideen und Gedanken zu einem Geflecht aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wo bin ich? Wer ist ich? Seit wann? Licht und Schatten fließen friedlich ineinander, verbunden in Ewigkeit. Siehst Du das Glitzern des Wassers? Das goldene Licht der Erkenntnis bricht sich Bahn und teilt die Dunkelheit des Bewusstseins. Fort fliegen vergilbte Gedankenfetzen, die in meinem Geist wohnten. Blitze epiphanischer Erkenntnis durchströmen mein Bewusstsein, fließen durch jede Zelle meines Seins in vollkommener Präsenz des Augenblicks. Antworten tauchen aus den Tiefen meiner inneren Welt auf, durchleuchten die Gegenwart und schenken mir Inspiration für eine Zukunft, deren Gegenwart ich tief in mir bereits schemenhaft erahne. Ich schließe die Augen und halte inne, nehme mir den Raum und die Zeit zum Atmen und Spüren, tauche ein in das Reich aller Möglichkeiten, erlaube mir zu denken und zu fühlen, was es will, lasse mich einsinken immer tiefer, bis auf den Grund meines puren Seins, tiefer, bis zur Quelle des Ursprungs allen Werdens. Ich atme ruhig, spüre mit jedem Atemzug, dass etwas Neues, nie zuvor Dagewesenes in mir erwacht. Dankbarkeit fließt in Alles und Nichts.

All or Nothing

I stand on the shore and I see you. Your end flows into my beginning, perfecting the eternal cycle of life. Is that all? Or nothing? Wafts of mist silently weave ideas and thoughts into a web of past, present and future. Where am I? Who am I? Since when? Light and shadow flow peacefully into each other, connected in eternity. Do you see the sparkle of the water? The golden light of knowledge breaks its path and divides the darkness of consciousness. Flying away are yellowed fragments of thoughts that dwelt in my mind. Flashes of epiphanic knowledge flow through my consciousness, flowing through every cell of my being in perfect presence of the moment. Answers emerge from the depths of my inner world, illuminate the present and give me inspiration for a future whose presence I already dimly sense deep within me. I close my eyes and pause, take the space and time to breathe and feel, dive into the realm of all possibilities, allow myself to think and feel what it wants, let myself sink deeper and deeper, down to the bottom of my pure being, deeper, down to the source of the origin of all becoming. I breathe calmly, feeling with every breath that something new, something never before seen awakens in me. Gratitude flows into all and nothing.

Selbstgenügsamkeit

Wer bin ich und wer will ich sein? Fragen über Fragen jagen vage durch meine Gehirnzellen und mein Herz. „Hey, da bist Du ja wieder.“, schmunzelt das Leben, „Was ist es denn diesmal?“. “Ich…ich weiß nicht, wer ich bin und wer ich sein will…“. „Hmmmm, verstehe. Vielleicht musst Du das heute, hier und jetzt, ja auch gar nicht wissen? Vielleicht zeigen sich Dir die Antworten ja von ganz alleine, indem Du in sie hineinlebst. Weißt Du, in welchem emotionalen Zustand ich, tief in mir, zu jeder Zeit lebe?“, fragt mich das Leben augenzwinkernd. „Ich lebe in dem inneren Reich der Selbstgenügsamkeit.“

Stille.

Schweigen.

Fühlen.

„Selbstgenügsamkeit…mir selbst genug sein…dem Leben genügen…gut genug sein…“, spüre ich diesen Worten laut denkend nach. „Klingt nach Paradies.“, sage ich zum Leben.

Das Leben grinst zufrieden.

Self-suffiency

Who am I and who do I want to be? Questions upon questions chase vaguely through my brain cells and my heart. "Hey, there you are again," grins life, "What is it this time? "I...I don't know who I am and who I want to be...". "Hmmmm, I see. Maybe you don't need to know that today, here and now? Maybe the answers will reveal themselves to you by living into them. Do you know in which emotional state I live, deep inside me, at any time?", life asks me with a wink. "I live in the inner realm of self-sufficiency."

Stillness.

Silence.

Feeling.

"Self-sufficiency...being enough for myself...being good enough for life...being good enough in general...", I feel these words out loud. "Sounds like paradise," I say to life.

Life grins contentedly.