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Auf dem Holzweg

„Hee, Sie da! Bleiben Sie doch mal stehen!“. „Ich?!“. „Ja, genau Sie! Ich möchte mit Ihnen sprechen. Haben Sie eine Minute?“. „Ja, worum geht es denn?“. „Ich beobachte Sie, Ihr Leben und Ihr Handeln schon eine ganze Weile. Dabei habe ich festgestellt, dass Sie auf dem Holzweg sind.“. „Ich bin waaaaaassss?“. „Sie sind auf dem Holzweg. Der Weg, den Sie gehen, die Entscheidungen, die Sie treffen, die Art, wie Sie Ihre Beziehungen führen, die Werte, nach denen Sie leben, etc. Sie sind in jeder Hinsicht auf dem Holzweg.“. “Na, hören Sie mal! Sie kennen mich und meine Geschichte doch gar nicht, wissen überhaupt nicht, warum ich mich wie entscheide, haben keinen blassen Schimmer auf der Grundlage welcher Überlegungen ich Entscheidungen treffe!“. „Das ist richtig. Dennoch erkenne ich, dass Sie auf dem Holzweg sind. Wie wäre es, wenn Sie dies so machten und jenes anders? Das ist sehr viel sinnvoller und logischer.“. „Was erlauben Sie sich eigentlich? Sie meinen mich durch Ihre Wahrnehmung hindurch zu kennen, maßen sich an über mich und mein Leben zu urteilen und glauben allen Ernstes, dass Sie einen richtigen Weg von einem Holzweg unterscheiden können? Das ich nicht lache! Und wissen Sie was: Wenn ich wüsste oder für mich erkennen würde, dass ich auf dem Holzweg bin, warum sollte ich dann diesen Weg weitergehen und nicht einen anderen Weg wählen?“

On the wrong track

"Hey, you there! Stay where you are!". "Me?!". "Yes, you! I want to talk to you. Do you have a minute?". "Yes, what is it about? "I've been watching you, your life and your actions for some time. And I've noticed that you're barking up the wrong tree." "I'm waaaahht?". "You are barking up the wrong tree. The path you are taking, the decisions you make, the way you manage your relationships, the values you live by, etc. You are barking up the wrong tree in every respect.". "Well, listen! You don't know me and my story, you don't know why I decide what I decide, you don't have a clue on the basis of which considerations I make decisions!" "That's right. Nevertheless, I can see that you are on the wrong track. What if you did this and that differently? That is much more sensible and logical.". "How dare you do say to me? You think you know me through your perception, you presume to judge me and my life and you seriously believe that you can distinguish a right way from a wrong way? That I am not laughing! And you know what: If I knew or would recognize for myself that I am on the wrong path, why should I continue on this path and not choose another path instead?".

Lass‘ los!

Und das Leben so zu mir: „LASS‘ LOS!“ Und ich so: „Will ich ja, aber es tut sooooo weh!“ „Was tut Dir denn so weh?“, fragt mich das Leben. „Ach, ich habe mir das alles anders vorgestellt. Ich hatte andere Wünsche und Hoffnungen, ich würde diesem Menschen so gerne meine Liebe und meine Zeit schenken, aber ich darf es nicht.“, sage ich klar und verletzlich. „Hmm, das verstehe ich. Vielleicht kannst Du ja herausfinden, wem Du stattdessen Deine Zeit und Deine Liebe schenken könntest?“, schlägt mir das Leben vor. „Aber meine Liebe ist doch auf diesen Menschen gerichtet!“, erwidere ich. „Ja“, sagt das Leben, „im Moment schon. Das bedeutet jedoch nicht, dass das so bleiben muss. Es ist ja DEINE Liebe, die Du dorthin lenken kannst, wohin Du möchtest. Du kannst Deine Liebe ja auch weiterhin in Deinem Inneren auf diesen Menschen richten und ihn dennoch im Außen loslassen, ihn frei lassen von Deinen Erwartungen, Wünschen, Träumen. Und gleichzeitig könntest Du für Dich reflektieren, ob es vielleicht noch ein oder zwei andere Menschen in Deinem Leben gibt, die sich riesig über Deine Zeit und Deine Liebe freuen würden und dieses Geschenk von Dir voller Dankbarkeit und Freude annehmen würden.“ Ich denke nach. Der Gedanke fühlt sich tröstlich an: Meine Liebe ist in Ordnung, ja, sogar wertvoll. „Ich danke Dir von Herzen, liebes Leben, dass Du mir das Herz geöffnet hast.“

Let go!

And life so to me: "Let go!" And I'm like: "I want to, but it hurts sooooo much!" "What hurts you so much?", life asks me. "Oh, I imagined it all to be different. I had other wishes and hopes, I would love to give this person my love and my time, but I'm not allowed to," I say clearly and vulnerable. "Hmm, I understand that. Maybe you can find out to whom you could give your time and love instead?", life suggests to me. "But my love is directed towards this person," I reply. "Yes," says life, "for the moment already. But that does not mean that it has to stay that way. After all, it is YOUR love that you can direct to everyone you want. You can continue to direct your love towards this person nternally and still let him go externally, let him go free from your expectations, wishes, dreams. And at the same time you could reflect for yourself if there are maybe one or two other people in your life who would be very happy about your time and your love and would accept this gift from you full of gratitude and joy." I am thinking. The thought feels comforting: My love is all right, yes, even valuable. "I thank you from my heart, dear life, that you have opened my heart."